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Von der Knabberstange zum Engelschor: Die göttliche Offenbarung eines Schnittlauches

Es war einmal ein Mann namens Dürrbert. Dürrbert war so dünn, dass wenn er sich seitlich stellte, seine Freunde immer fragten, ob er mal wieder zum Unsichtbarkeitskurs gegangen sei. Sein Schatten hatte mehr Volumen als er selbst, und in der Sonne musste man zweimal hingucken, um sicherzugehen, dass er nicht einfach eine optische Täuschung war.

Sein Spitzname im Dorf? »Streichholz«. Und nicht etwa, weil er so entflammbar war, sondern weil jedes Mal, wenn der Wind wehte, man befürchtete, er würde einfach weggeweht werden.

Dürrberts Speiseplan bestand hauptsächlich aus Luft, Hoffnungen und ab und zu einem Salatblatt. Doch eines Tages, nachdem ihm zum dritten Mal der Stuhl unter ihm zusammengebrochen war (nicht, weil er zu schwer war, sondern weil der Stuhl erschrak, als Dürrbert sich ausnahmsweise mal draufsetzte), hatte er eine Offenbarung: Er wollte endlich richtig schlemmen!

Und so begann das Fest. Bratwürste, Schokoladentorte, Pizza und all das, was bis dahin in seinen Augen nur Mythen waren, verschwanden in seinem Magen. Für Außenstehende sah es so aus, als würde er sich auf einen Vorrat für den nächsten Winterschlaf eindecken. Aber Dürrbert hatte keine Zeit zum Schlafen – er hatte zu viel nachzuholen!

Und dann, mitten im dritten Pudding, geschah das Unerwartete: Dürrbert sah ein Licht. Nein, es war nicht der Kühlschrank, der offen stand. Es war… Gott!

»Mein Sohn«, donnerte die Stimme. »Du hast endlich den Pfad der Fülle und Sättigung gefunden. Weiter so!«

Mit Sahnesoße in der einen und einer Gabel in der anderen Hand, blickte Dürrbert zum Himmel und wusste, er hatte nicht nur seinen Appetit gefunden, sondern auch den Sinn des Lebens.

Seitdem wurde aus dem »Streichholz« Dürrbert der »Wonneproppen«. Und wenn man ihn fragt, wie er sich fühlt? »Gesegnet«, sagt er dann, »und satt!«

Moral der Geschichte? Manchmal muss man sich einfach mal gehen lassen, um den wahren Pfad (und den wahren Pudding) im Leben zu finden. Amen!

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